Disappearance

GEORG KOLBE MUSEUM BERLIN 2005

Man ahnt die Körper in ihren Bildern mehr, als dass man sie erkennen kann. Ein gehobener Arm, ein vorgeschobener Schenkel, die Biegung des Rückens: In ihren Bildern der Ausstellung ‚Disappearance‘ sind davon nur Spuren wie ein fernes Echo geblieben.
Katrin Bettina Müller, Tip 2005

Die Kamera verwischt die menschlichen Objekte bis zum Verschwimmen der Kontur. Der Moment entleibt den Körper, lässt ihn Teil eines kalkuliert verfließenden Ganzen werden. Die unscharfen Körperränder verleihen den Fotos eine fast kosmische Dimension (…)
Volkmar Draeger, Neues Deutschland, 7. Juli 2005

Chris Kremberg setzt den klaren und sachlichen Bildideen, die in der zeitgenössischen Fotografie momentan in persona der Becher-Schüler vorzuherrschen scheinen, eine eigenständige und transitorische Leichtigkeit entgegen, die sich zwar rudimentär auf Reales bezieht, gleichzeitig aber einer emotionalisierten Uneindeutigkeit (Bild-)Raum gibt. Die Flüchtigkeit der Bewegung und des Tanzes wird eingefroren; das fotografische Bild scheint in der Lage zu sein, eine bewegte Sequenz in eine Momentaufnahme zu verdichten.
Dr. Matthias Harder, Kurator der Helmut Newton Stiftung am Museum für Fotografie Berlin

Disappearance 2005 Fotografien auf Aludibond, unter Acryl 180x120cm, 165x110cm

Ausstellungsansichten Georg Kolbe Museum Berlin