Stille_inbetween_II

Schrumpfte die Welt oder dehnte sie sich aus?

Don de Lillo in ‚Stille‘

KULTURWERFT GOLLAN LÜBECK

Die zweite Performance zum Projekt ‚Stille_inbetween_‘ wurde im November 2021 im Kettenlager der Kulturwerft Gollan in Lübeck aufgezeichnet und resultiert, wie auch schon das Projekt ‚Stille_inbetween_I‘, aus den Erfahrungen des Coronalockdowns. Die Hamburger Tänzerinnen Nora Elberfeld und Angela Kecinski performen gemeinsam (Video und Schnitt: Friederike Höppner). Das Projekt wurde durch die Stiftung Kunstfonds und DisTanzen/Dachverband Tanz Deutschland unterstützt.

Im Rahmen des Festivals ‚Phototriennale Hamburg‘ wird ‚Stille_inbetween_’ 2022 im Galeriehaus Hamburg mit Live-Performances präsentiert.

Stille_inbetween_II, Performance Nora Elberfeld und Angela Kecinski in der Kulturwerft Gollan Lübeck

Der Körper hat seinen eigenen Sinn.

Don de Lillo in ‚Stille‘

Die Welt ist alles, das Individuum nichts.

Don de Lillo in ‚Stille‘

Stille_inbetween_

Ein Körper ist abseits. Von anderen Körpern verschieden.

Jean-Luc Nancy

Ein Körper ist nicht leer. … Er ist voll von sich selbst: das ist alles, was er ist.

Jean-Luc Nancy

GALERIEHAUS HAMBURG / GOLLANWERFT LÜBECK 2021
MARSTALL SCHLOSS AHRENSBURG / XPON ART HAMBURG  2020

Das Projekt ‚Stille_inbetween_‘ begann während des ersten Coronalockdowns und wurde durch Stipendien der Stiftung Kunstfonds und des Programms DisTanzen/Dachverband Tanz Deutschland unterstützt. 

In Zusammenarbeit mit den Hamburger Tänzerinnen Nora Elberfeld und Angela Kecinski entstanden großformatige Fotografien unter dem Eindruck der prägnanten Erfahrungen während der Pandemie: die physische Zurückgenommenheit des Körpers und die Sehnsucht nach Austausch.

Am Ende des Jahres 2021 wurden Videoperformances der Tänzerinnen in Verbindung zu den Fotografien im Galeriehaus Hamburg und in der Kulturwerft Gollan in Lübeck aufgezeichnet (Video und Schnitt: Friederike Höppner).

Im Rahmen des Festivals ‚Phototriennale Hamburg‘ wird das Projekt 2022 im Galeriehaus Hamburg mit Live-Performances präsentiert.

Stille_inbetween_, Fotografien, 110x165cm 
Performance Nora Elberfeld im Galeriehaus Hamburg

Ein Körper ist die Form der Form, die Form der Seele.

Jean-Luc Nancy

Der Körper bewahrt sich als
Geheimnis.

Jean-Luc Nancy

Alles wirkliche Leben ist Begegnung.

Martin Buber

Stille_inbetween_, Fotografien, 80x120cm
Performance Fernanda Ortiz im Marstall Schloss Ahrensburg

Unforgettable

Alle Tänze sind in meinen Körper eingraviert.

Fernanda Ortiz

PREMIERE IM WESTWERK HAMBURG 2018
AUFFÜHRUNGEN BEIM X FESTIVAL BUENOS AIRES TANY CONTEMPORÁNEA 2018
TANZFILM UNFORGETTABLE BEIM FLUCTOPLASMA FESTIVAL HAMBURG 2020

Tanzerzählung der argentinischen Tänzerin und Choreographin Fernanda Ortiz in Zusammenarbeit mit Gregory Büttner (Musikkomposition/Sound), Chris Kremberg (Bild/Fotografie), Friederike Höppner (Video) und Erik Tuckow (Grafik)

In ‚Unforgettable‘ verflechtet Fernanda Ortiz politische und gesellschaftshistorische Ereignisse – aus Argentinien, Deutschland und weltweit – mit ihrer eigenen (Tanz)Biographie. Im Galerieraum entsteht eine szenische Collage aus Reenactments, Erzählungen, Fotografien, Videosequenzen, originalen Artefakten und grafischen Bildern.

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg und die Hamburgische Kulturstiftung. Mit freundlicher Unterstützung durch K3 Tanzplan Hamburg auf Kampnagel, VHS-Hamburg und Banfield Teatro Ensamble I Buenos Aires, Argentinien.

Unforgettable, c-prints 70x105cm oder Projektionen
Xpon Art Galerie Hamburg

endless II

Silence is so accurate.

Marc Rothko

endless 2016, Aquarellfarbe, Tinte, Graphit auf gekalkter Leinwand 110x165cm, 80x100cm, 40x40cm
Shirts aus Jersey und Baumwollgaze, bemalt
Ansichten Atelierhaus Trittau

void

Ein Körper ist immateriell. Eine Zeichnung, ein Umriss, eine Idee.

Jean-Luc Nancy

Der Körper bewahrt sich als Geheimnis. Deshalb stirbt der Körper und nimmt sich als Geheimnis mit ins Grab. Kaum bleiben uns ein paar Indizien seines Vorübergehens.

Jean-Luc Nancy

void, 2017, c-prints,  je 80×120 bzw. 110x165cm
Tänzerin: Fernand Ortiz

Como Coma

Beim Sehen also beleuchte der Mensch die Welt, setze die Welt in entsprechendes Licht. Wir sehen nur, was wir aus unserem Inneren heraus an-leuchten. Und erst wenn wir sie sehen, wird die Welt zur Welt.

Monika Zeiner ‚Die Ordnung der Sterne über Como‘

NEUES KUNSTHAUS AHRENSHOOP 2015

Grundkomponenten der neuen Serie COMO COMA sind sowohl thematische Anlehnungen an den Roman‚ Die Ordnung der Sterne über Como‘ von Monika Zeiner als auch die grundlegende Suche der um 1970 Geborenen nach Idealen und Halt in dieser Gesellschaftsstruktur.
Die Serie wurde im neuen Kunsthaus Ahrenshoop im Rahmen der Langen Nacht der Kunst 2015 zusammen mit der gleichnamigen Performance (Lina Lindheimer) gezeigt. Beide Künstlerinnen erhielten zeitgleich ein Stipendium des Landes Mecklenburg Vorpommern im Künstlerhaus Lukas.

Como Coma 2015, 6 c-prints, je 60x90cm

Performance von Lina Lindheimer im Neuen Kunsthaus Ahrenshoop

endless

Der Körper ist eine Hülle: Er dient also dazu, zu enthalten, was es anschließend zu entfalten gibt. Die Entfaltung ist endlos. Der endliche Körper enthält das Unendliche, das weder Seele noch Geist ist, sondern die Entwicklung des Körpers.

Jean-Luc Nancy

Muskeln, Sehnen, Nerven und Knochen, Säfte, Drüsen und Organe sind kognitive Fähigkeiten. Es sind funktionierende Formalismen. Aber die Wahrheit ist die Haut.

Jean-Luc Nancy

Inkjetprints auf Büttenpapier, je 42×29,7cm
Ansicht Atelierhaus Trittau

Die unerhörte Mitte

Wir sind die Treibenden. Aber den Schritt der Zeit, nehmt ihn als Kleinigkeit im immer Bleibenden.

Rainer Maria Rilke

ATELIERHAUS DER SPARKASSEN-KULTURSTIFTUNG STORMAN IN TRITTAU 2012
K3/TANZPLAN HAMBURG AUF KAMPNAGEL 2012

Die inszenierte Fotoserie ,Die unerhörte Mitte‘ entstand 2012 in Anlehnung an Rainer Maria Rilkes ,Sonette an Orpheus‘ und besteht aus 7 großen Einzelfotografien. Die gleichnamige Performance wurde von der Tänzerin Lina Lindheimer 2012 uraufgeführt. Das Video dazu entstand in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Thomas Gericke.

Es ist die eindringliche Präsenz von Körpern und Orten, die intensive Begegnung von Fleisch und Stein, die die jüngeren Arbeiten von Chris Kremberg ausmacht. In je eigenem Kostüm, das zugleich Schutz, Verfremdung, Kommentar ist, schreibt sich der Körper in markante Räume ein. (…) In den neuen Bildern kommt ein Drittes ins Spiel: die äußere Natur, in die sich nun beide, Mensch und Architektur, einordnen.
Im Ausschnitt des Innenraums, einem hellen, zurückhaltenden Ort, erscheint sie durch die hohe, breite Glasfront im Hintergrund zunächst wie von ferne. Tatsächlich aber läuft alles auf sie zu und mit ihr wird eine weitere Dimension sichtbar: die Zeit. (…)
Im Körper ist Bewegung, doch sie ist klein, halb ausgeführt. Posen und Expressionen deuten sich an, die eher von Vergehen als von Entstehen zeugen. Der Vergänglichkeit der Natur korrespondiert die Endlichkeit des Menschenlebens.
Edith Boxberger 2012

Die unerhörte Mitte, 2012, c-prints, je 90x130cm

Performance von Lina Lindheimer zur Vernissage der Ausstellung, Atelierhaus der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn in Trittau, 2012
Ausstellungsansicht, Atelierhaus der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn / K3 – Tanzplan Hamburg auf Kampnagel

Atem

Atem ist die Grundbewegung jeden Lebens.

Ilse Middendorf

TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE HAMBURG / WASSERMÜHLE TRITTAU 
K3 – KAMPNAGEL HAMBURG / TANZKONGRESS DEUTSCHLAND

Chris Krembergs Ausstellungsprojekt ATEM entstand in Zusammenarbeit mit drei Residenzchoreographinnen des Zentrums für Choreographie K3 – Tanzplan Hamburg auf Kampnagel und wurde in den Kampnagel Hallen realisiert. Zur Ausstellung erschien ein Katalog mit einem Vorwort von Dr. Matthias Harder, Kurator der Helmut Newton Stiftung am Museum für Fotografie, Berlin. Die Ausstellung wurde unterstützt von der Hamburgischen Kulturstiftung und der Kulturstiftung Stormarn der Sparkasse Holstein.

Jenseits von Mode und Tanz inszeniert Kremberg mehrere, jeweils isolierte Tänzerinnen in einer Art Kammerspiel; sie scheinen im Boden oder der Wand verschwinden zu wollen resp von diesen angezogen oder aufgesaugt zu werden. Die Protagonistinnen dieses rätselhaften Bühnenexperiments, stets separiert, nie gruppiert, scheinen das normale soziale Miteinander zugunsten einer radikalen Individualisierung aufgegeben zu haben. Chris Krembergs neue Photoserie der atmenden Frauen in den zugenähten Kostümen verstört und fasziniert zugleich: Die Tänzerinnen sind kaum zu fassen und zu bestimmen. Ihr Atem ist ruhig und konzentriert – und uns scheint er zu stocken in der Betrachtung dieser inhaltlich komplexen und formal reduzierten photographischen Versuchsanordnungen. Dr. Matthias Harder

Atem, Fotografien auf Aludibond, unter Acryl, 165x110cm, 150x100cm, 120x80cm

Performance von Lina Lindheimer zur Vernissage der Ausstellung Atem im Dortmunder Kunstverein

Ausstellungen Dortmunder Kunstverein, Kunsthalle Erfurt, K3 – Tanzplan Hamburg auf Kampnagel

Nackt.Pur

DORTMUNDER KUNSTVEREIN 2010
KUNSTHALLE ERFURT 2010
FRISE HAMBURG 2010

Die fotografischen Serien Nackt.Pur und Körper.Nicht Ort.entstanden 2010 nachts im Außenraum verschiedener Großstädte und untersuchen das prekäre Verhältnis vom Einzelkörper zum architektonischen Umraum. Der Dortmunder Kunstverein, die Kunsthalle Erfurt und die Frise Hamburg präsentierten das Projekt in Verbindung mit einer Videoinstallation und einer Performance.

Für das neue Projekt ‚Nackt/ Pur‘ entwirft Chris Kremberg mit den Darstellern bzw. Tänzern Haltungen, die das Verhältnis des Einzelnen zum urbanen Außenraum von Großstädten thematisieren. Diese aus ihrer Sicht unwirtlichen, transitorischen Räume, tagsüber stark frequentiert, nachts leer, werden von den Darstellern markiert, besetzt, belebt – symbolisch angeeignet.
Gehemmt wird die individuelle Bewegungsfreiheit der Agierenden jedoch durch enge Verhüllungen. Die formalen Spannungen zwischen Körper und Raum/ Architektur, organischer und unbelebter Dinglichkeit, Bewegung und Hemmung des Bewegungsdrangs bilden die Grundlage einer fotografischen Deutung, die das Verhältnis des Individuums zur gebauten Umwelt der großen modernen Städte als ein prekäres beschreibt.
Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, Direktor der Kunsthalle Erfurt

Zur Ausstellung erschien ein Katalog im Kerber Verlag, Herausgeber Prof. Dr. Kai Uwe Schierz (Kunsthalle Erfurt) und Verena Titze (Dortmunder Kunstverein).

Fotografien auf Büttenpapier, gerahmt 140x90cm
Fotografien, gerahmt 50x70cm
Fotografien auf Aludibond, 140x90cm

Ausstellungen im Dortmunder Kunstverein und in der Kunsthalle Erfurt